Liebeskummer kennt kein Alter




Eine geliebte Person hat sich aus unserem Leben verabschiedet.

Die Beziehung ist zu Ende.

Was uns dann einholt, ist Herzschmerz.

Ein Ausnahmezustand, der uns mit Verzweiflung, Trauer, Schmerz, Wut und Angst kämpfen lässt.

Unsere Seele hat ihren Rahmen verloren, sie irrt umher und sehnt sich nach den ihr bekannten Glückshormonen, nach dem Wohlgefühl, das wir mit dieser geliebten Person hatten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Person lediglich aus unserem Umfeld verschwindet oder gar stirbt.

Der Schmerz ist derselbe.

Die in dieser Phase entstehenden Stresshormone sind mehr als dominant und lassen uns leiden.

Körper und Seele spielen verrückt.


Jeder, der sich schon mal auf eine tiefe Liebesbeziehung eingelassen hat und diese dann aufgelöst wurde, kennt Liebeskummer.

Liebeskummer beginnt bereits im Teenageralter und kennt nach oben keine Grenzen.

Die Person, die verlassen wird, ist nicht selten sehr gekränkt und tief enttäuscht.

Geht das Verlassenwerden dann noch mit Betrogenwerden respektive Fremdgehen einher, dann ist die Kränkung noch viel tiefer.

Jene Person, die die Beziehung auflöst, ist meist auch von Enttäuschung oder Kränkung getrieben.

Unabhängig davon, ob die Trennung im Affekt passiert, oder aber auch erst nach längerer Analyse vollzogen wird.

Herzschmerz kann im wahrsten Sinne des Wortes Schmerzen am Herzen verursachen, aber auch seelisch wie eine Depression wirken.

Wir haben keinen Antrieb, wir ziehen uns zurück, wir befinden uns in einer völligen Dysbalance, können uns auf nichts mehr konzentrieren.

Wir denken unentwegt an die verlorengegangene Liebe.


Insbesondere ältere Menschen, die einen geliebten Menschen verlieren, mit dem sie über einen sehr langen Zeitraum zusammen waren, leiden unter dem Broken Heart-Syndrom.

Dabei pumpt das Herz das Blut nicht mehr so durch den Körper, wie es das eigentlich tun sollte.

In der Folge werden der Körper und das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt und es stellen sich verschiedene Symptome ein.


Der Verlust durch Tod sowie das Ende einer Liebe haben sehr ähnliche Symptome.

Die Phasen der Trauer verlaufen relativ identisch.

Die Aufgabe des Liebeskummers ist es zu zeigen, welchen Stellenwert die geliebte Person in unserem Leben hatte.

Andersherum sorgt Liebeskummer dafür, dass sich Menschen nicht so schnell trennen.

Aus Angst vor diesen Schmerzen.

Das hat die Natur vermutlich für uns so eingerichtet.


Beim Liebeskummer oder Schmerz durch Tod laufen wir durch verschiedene Phasen, die letzten Endes in eine Neuorientierung münden.

Dies dauert jedoch bei den Betroffenen unterschiedlich lange.

Da gibt es keine verlässlichen Zahlen für die Zeit.

In der schwärzesten Phase unseres Kummers können wir uns gar nicht vorstellen, dass dieser Schmerz irgendwann wieder aufhören wird und wir überhaupt jemals wieder in der Lage sein werden, jemanden attraktiv zu finden und uns zu verlieben.


Zum Glück hört die Welt auch in diesen schweren Zeiten nicht auf, sich zu drehen und es geht irgendwie weiter.

Irgendwie.

Gut für sich zu sorgen und all das zu unternehmen und zu machen, was einem guttut, ist dann das A und O.


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